Formschlüssige Befestigung
Die Brücke nimmt die Formen der umgebenden Zähne an und behält diese nach dem Aushärten bei. Die so entstehende Geometrie trägt dazu bei, den Zahnersatz an der vorgesehenen Stelle zu halten.
So funktioniert Denticor
Eine Zahnkrone ersetzt den fehlenden Zahn. Die Brücke aus DentiFlex – eine herausnehmbare Halterung, keine festsitzende Brücke vom Zahnarzt – passt sich den Zähnen auf beiden Seiten der Lücke an.
Einsetzen des angepassten Zahnersatzes

Platz für den neuen Zahnersatz.

An die Stelle, an der Ihnen nun ein Zahn fehlt.

Sie können den Ersatz herausnehmen und wieder einsetzen.
Dieses Verfahren gilt für jeden fehlenden Vorder-, Seiten- oder Backenzahn.
Ein Seitenzahn, der beim Lächeln sichtbar ist
Auf den Fotos sehen Sie die Lücke, den eingesetzten Zahnersatz und das Ergebnis beim Lächeln. Den angepassten Zahnersatz setzen Sie an die Stelle des fehlenden Zahns ein.

Warum der Zahnersatz hält
DentiFlex ist ein biokompatibles Material zur Herstellung von Brücken. Bei Wärme wird es weich. Beim Anpassen drücken sich die benachbarten Zähne darin ein, und diese Abdrücke bleiben auch nach dem Abkühlen erhalten.
Die Konturen der benachbarten Zähne geben dem Zahnersatz Halt.

Was geschieht unter dem sichtbaren Zahn
Die Brücke nutzt die Konturen der Zähne rund um die Lücke. Das Material selbst ist nur ein Teil der Geschichte – entscheidend ist auch, wie gut es sich an seine Umgebung anpasst.
Die Brücke nimmt die Formen der umgebenden Zähne an und behält diese nach dem Aushärten bei. Die so entstehende Geometrie trägt dazu bei, den Zahnersatz an der vorgesehenen Stelle zu halten.
Die Brücke stützt sich auf die Zähne zu beiden Seiten der Lücke. Durch die Anpassung entstehen Kontaktflächen, die dem jeweiligen Raum entsprechen.
Die aneinanderliegenden Oberflächen leisten Widerstand gegen eine gegenseitige Verschiebung. Die Reibung ergänzt somit den formschlüssigen Sitz der Brücke.
Stellen Sie sich einen Schlüssel und sein Schloss vor. Es kommt nicht nur darauf an, woraus der Schlüssel gefertigt ist. Auch seine Form ist entscheidend. Bei Denticor ergibt sich die Form der Brücke aus dem Raum, in den sie passen soll.
Ft ≤ μ · N
Die Reibung hängt von den Oberflächen und von der Kraft ab, mit der diese aneinander anliegen. Bei Zahnersatz spielt jedoch auch die Formpassung selbst eine Rolle.
σ = F / A
In einem einfachen Modell erzeugt dieselbe Kraft, die sich auf eine größere Fläche verteilt, eine geringere durchschnittliche Spannung. Auch deshalb kommt es darauf an, wie die Brücke aufliegt.
M = F · ℓ
Bei gleicher Krafteinwirkung wächst das Biegemoment mit zunehmendem Abstand vom Auflager. Eine Brücke für eine Zahnkrone bzw. für mehrere Zahnkronen benötigt eine Form, die dem jeweiligen Zwischenraum entspricht.
Allgemeine mechanische Zusammenhänge erklären das Prinzip. Die konkrete Form der Brücke wird an Ihre Situation angepasst.
Ein Material, das sich nachformen lässt
DentiFlex ist ein Thermoplast: Durch Wärme lässt es sich wieder erweichen und formen. Wenn Sie die Brücke anpassen möchten, können Sie sie gemäß der Anleitung nachformen. Nach dem Abkühlen behält sie ihre neue Form bei.
Die Anpassung erfolgt bei der Herstellung der Brücke. Anschließend setzen Sie den fertigen Zahnersatz ein und nehmen ihn wieder heraus.
Durch Wärme lässt sich das Material formen.
Es entsteht eine Form, die sich an der Zahnkrone und den umliegenden Zähnen orientiert.
Nach dem Abkühlen ist die Brücke bereit für das wiederholte Einsetzen.
Wenn Ihnen mehrere Zähne nebeneinander fehlen
Sie verbinden die Zahnkronen mit einer Brücke aus DentiFlex zu einem herausnehmbaren Zahnersatz. Auf diese Weise können Sie auch mehrere benachbarte fehlende Zähne ersetzen.


Woraus besteht Denticor?
Der sichtbare Teil – Ihr neuer Zahn. Wir wählen ihn entsprechend der Zahnposition und der Breite der Lücke aus, die Sie bei der Bestellung angeben.
Sie füllt den Hohlraum der Zahnkrone aus und passt sich den umliegenden Zähnen an. Zusammen mit der Zahnkrone bildet sie dann ein einziges herausnehmbares Teil.
Sie nehmen den fertigen Zahnersatz heraus und setzen ihn wieder ein. Dabei behält die Brücke ihre angepasste Form bei.
Eine kleine Geschichte einer großen menschlichen Sorge
Goldbänder. Geschnitztes Elfenbein. Sogar echte menschliche Zähne. Die Geschichte des Zahnersatzes ist voller Geschichten, die heute unglaublich klingen.
Doch immer wieder kehren dieselben Fragen zurück: Wie wird der neue Zahn aussehen, was hält ihn an seinem Platz und wer kann ihn sich leisten?
Entlang der Zeitachse
Das Aussehen einer etruskischen ZahnbrückeDen Etruskern gelang es, einen Ersatzzahn in einem goldenen Band zu befestigen, das die verbleibenden Zähne als Stütze nutzte. Als Ersatz konnte ein menschlicher oder tierischer Zahn dienen.
In Etrurien, auf dem Gebiet des heutigen Italiens, war ein neuer Zahn nicht nur eine Frage des Materials. Er musste auch befestigt werden. Erhaltene Funde und ihre musealen Nachbildungen zeigen goldene Bänder mit Platz für den Zahnersatz und einer metallenen Befestigung. Gold ließ sich formen und zu einer filigranen Konstruktion verbinden.
Ein solcher Zahnersatz stand vor allem wohlhabenden Menschen zur Verfügung. Interessant ist er auch deshalb, weil wir darin bereits zwei unterschiedliche Funktionen erkennen können: Der Zahn füllt die Lücke, die Konstruktion hält ihn an den benachbarten Zähnen fest. Die Materialien und Möglichkeiten waren zwar andere, doch die grundlegende praktische Frage ist uns bis heute vertraut.
Bei dem auf dem Foto abgebildeten Museumsobjekt handelt es sich um eine moderne Nachbildung der historischen Konstruktion – nicht um das 2.700 Jahre alte Original.
Science Museum Group: Etruskischer Zahnersatz ↗Die Zahnpflege sah damals ganz anders aus. Das Ziehen von Zähnen gehörte ebenfalls zu den Aufgaben der Bader und Wundärzte sowie der umherziehenden Zahnbrecher. Eines ihrer Instrumente ähnelte einem Vogelschnabel.
In den Sammlungen des Science Museum befinden sich Metallinstrumente, die als „Zahnpelikane“ bezeichnet werden. Ihren Namen verdanken sie ihrer Form. Sie funktionierten wie ein Hebel: Ein Teil stützte sich am Zahnrand ab, während der andere Teil den Zahn erfasste. Heute zeugen sie vor allem vom handwerklichen Können und den Möglichkeiten ihrer Zeit.
Für den Menschen endete die Geschichte jedoch nicht mit der Entfernung des Zahns. Es blieb eine Lücke zurück, die beim Lächeln oder Sprechen sichtbar war. Einen Weg zu finden, den Zahn zu entfernen, und einen akzeptablen Ersatz zu finden, waren zwei unterschiedliche Aufgaben. Gerade die zweite war für gewöhnliche Menschen lange Zeit weitaus schwerer zu bewältigen.
Science Museum Group: historische Instrumente ↗Zucker gehörte zu den kostbaren Genüssen. Die englische Königin liebte Süßigkeiten, und zeitgenössische Berichte beschreiben ihre dunklen Zähne. Selbst ihr königlicher Status garantierte ihr kein makelloses Lächeln.
Die Royal Museums Greenwich berichten, dass Elisabeth I. auch kandierte Veilchen schätzte. Diese süße Vorliebe hinterließ Spuren an ihren Zähnen. Der deutsche Reisende Paul Hentzner erwähnte in seiner Beschreibung der Königin deren dunkle Farbe sowie den hohen Zuckerkonsum der Engländer. Auch die britischen National Archives verweisen auf diesen Bericht.
Auf den zeremoniellen Porträts sehen wir ein sorgfältig gestaltetes Bild der Herrscherin. Eine zeitgenössische Beschreibung zeigt den Menschen dahinter: Auch der Zustand ihrer Zähne beeinflusste ihr Aussehen und ihr öffentliches Auftreten. Die Geschichte des Lächelns handelt daher nicht nur von Erfindungen, sondern auch davon, wie wir uns anderen zeigen möchten.
Royal Museums Greenwich: Elisabeth I. ↗The National Archives: Zucker und zeitgenössische Zeugnisse ↗Seine Zahnersatzteile bestanden aus einer Kombination aus Elfenbein, Metallen sowie menschlichen und tierischen Zähnen. Hinter dem bekannten Mythos verbirgt sich eine weitaus merkwürdigere Geschichte: Menschliche Zähne waren auch Handelsware.
Als George Washington Präsident wurde, hatte er nur noch einen einzigen eigenen Zahn. Das Mount-Vernon-Museum bewahrt seine vollständige Zahnprothese auf und erklärt, dass es sich um eine Kombination verschiedener Materialien handelte. Die Vorstellung einer aus Holz geschnitzten Zahnprothese ist ein Mythos.
Im 18. Jahrhundert wurden menschliche Zähne gekauft, um sie für wohlhabendere Kunden zu verwenden. Washingtons Rechnungen vom Mai 1784 verzeichnen eine Zahlung für neun Zähne von versklavten Menschen. Mount Vernon weist zugleich darauf hin, dass nicht bekannt ist, in welchen Zahnersatzkonstruktionen oder bei welchen Patienten diese konkreten Zähne letztendlich verwendet wurden.
Dieser Handel wurde auch in zeitgenössischen Satiren thematisiert. Rowlandsons Illustration zeigt eine Welt, in der das Verlangen nach neuen Zähnen auf die Ungleichheit zwischen denjenigen traf, die sie kauften, und denen, die sie zur Verfügung stellten.

Auch im 19. Jahrhundert wurden menschliche Zähne in Zahnersatz verwendet. Mit diesem Handel ist der Name der Schlacht bei Waterloo verbunden. Das Hunterian Museum bewahrt auch Zähne auf, die vom Schlachtfeld dieser Schlacht stammen.
Ein Zahnersatz konnte eine aus Elfenbein geschnitzte Basis haben, in die echte menschliche Zähne eingesetzt wurden. Erhaltene Objekte in den Sammlungen des Science Museum zeigen, dass es sich hierbei nicht nur um eine Legende handelt. Die Bezeichnung „Waterloo-Zähne“ erinnert heute auch an den Zusammenhang zwischen dem Handel mit Zähnen und den Schlachtfeldern.
Allerdings stammten nicht alle menschlichen Zähne in den historischen Zahnprothesen aus einer einzigen Schlacht. Sie wurden aus verschiedenen Quellen gewonnen, und bei vielen erhaltenen Objekten ist ihre genaue Herkunft nicht mehr bekannt. Das Hunterian Museum unterscheidet daher konkret die mit Waterloo in Verbindung stehenden Zähne von der breiter gefassten Sammlung historischer Zahnprothesen.
Wir sehen die fertige Zahnprothese, doch die Geschichten der Menschen, deren Zähne darin enthalten sind, bleiben oft unbekannt.
Hunterian Museum: Zahnmedizinische Sammlung ↗Science Museum Group: Zahnersatz mit menschlichen Zähnen ↗Vulkanisierter Kautschuk ermöglichte eine Basis für Porzellanzähne. Später setzten sich Acrylkunststoffe durch. Der Fortschritt betraf nicht nur das Aussehen, sondern auch die Herstellung und die Kosten von Zahnersatz.
Mitte des 19. Jahrhunderts begann man, Vulkanit – eine harte Form von vulkanisiertem Kautschuk – für Zahnersatz zu verwenden. Dieser Werkstoff konnte als Basis dienen, in die Porzellanzähne eingesetzt wurden. Das Science Museum bewahrt auch vollständige Prothesen vom Ende dieses Jahrhunderts auf, die diese Materialien kombinieren.
Die British Orthodontic Society bezeichnet die Einführung von Vulkanit als bedeutenden Wendepunkt. Für die Herstellung stand nun ein formbares Material für die Basis des Zahnersatzes zur Verfügung. Teure Konstruktionen aus Elfenbein oder Metall erhielten nach und nach eine erschwinglichere Alternative. Im 20. Jahrhundert setzten sich Polymere durch, darunter PMMA, ein verbreiteter Acrylkunststoff.
Die Untersuchung historischer Zahnprothesen zeigt zugleich, dass die Entwicklung kein geradliniger Weg war. Auch Zelluloid und andere Kunststoffe wurden verwendet. Jedes Material bot eine andere Kombination aus Aussehen, Verarbeitbarkeit und Eigenschaften.
Science Museum Group: Vulkanit und Porzellan ↗British Orthodontic Society: Vulkanit ↗Heritage Science: Analyse historischer Zahnersatzteile ↗Denticor · seit 2018
Denticor verbindet vorgefertigte Zahnkronen mit einer Brücke, die Sie an Ihre Zähne anpassen. Die Zahnkrone bildet den sichtbaren Ersatzzahn. DentiFlex sorgt für die Verbindung und den Halt. Das Ergebnis ist ein provisorischer, herausnehmbarer Zahnersatz, den Sie zu Hause einsetzen können.
Hinter jeder Zahnlücke steht ein Mensch, der wieder sprechen und lächeln möchte, ohne ständig daran denken zu müssen. Gerade für ihn ist eine praktische und erschwingliche Lösung von Bedeutung.
Im Lieferumfang erhalten Sie die für Sie angefertigten Zahnkronen, DentiFlex und eine Gebrauchsanweisung. Eine detaillierte Anleitung für die einzelnen Fälle finden Sie auch im Denticor-Ratgeber.