Zwei Lücken an verschiedenen Stellen in einer Zahnreihe — zum Beispiel fehlt ein Frontzahn und ein Backenzahn. Das ist nicht eine große Lücke, sondern zwei getrennte Probleme. Zwischen ihnen haben Sie einen oder mehrere gesunde Zähne — diese bleiben an ihrem Platz und bilden eine natürliche Barriere.
Die Lösung ist einfach: Jede Lücke wird als eigenes Projekt gelöst. Zwei unabhängige Brücken, jede nach ihrem eigenen Szenario. Sie beginnen mit der einfacheren, schließen mit der schwierigeren ab. Nichts wird verbunden, nichts überlagert sich.
Es ist nicht schwieriger — es ist nur mehr Arbeit. Zweimal eine weniger komplexe Aufgabe ist leichter als eine sehr komplexe. Sie schaffen das.
Schwierigkeit
3/5
Zeit
30–60 Minuten insgesamt
Material
DentiFlex 4–8 g (Plus-Set)
Erfolgsquote
82–88 %
Haltbarkeit
3–8 Wochen
Situation
Eine Zahnreihe, zwei Lücken
Warum DentiFlex?
DentiFlex ist ein Polymer, das in heißem Wasser (80–85 °C) weich wird und im Mund zurück in die ursprüngliche Härte erstarrt. Für zwei Lücken ist es ideal — aus einer Packung formen Sie beide Brücken, die Temperatur stellen Sie einmal ein, und jede Brücke arbeiten Sie separat, ohne Verbindung.
Für Ihre Situation brauchen Sie ca. 4–8 g DentiFlex insgesamt für beide Brücken. Die genaue Menge hängt von der Größe jeder Lücke ab: ein fehlender Zahn verbraucht 1–3 g, zwei fehlende Zähne 2–4 g. Das Plus-Set (21 g) hat genug Material auch für mehrere Versuche.
DentiFlex PLUS im Set ist nur für einen Fall gedacht: falls sich später eine Krone von der Brücke löst. Dann wird DentiFlex PLUS als Kleber verwendet (aktiviert sich bereits bei 50–55 °C). Für den Aufbau der Brücken selbst verwenden Sie es nicht.
Woraus die Konstruktion besteht
Jede Brücke ist eine eigenständige Einheit aus zwei Komponenten: Keramikkrone (neuer Zahn, von außen sichtbar) und DentiFlex-Brücke (innen verdeckt, von der Zunge her). Die Krone wird in die erweichte Brücke gedrückt und die ganze Konstruktion wird in die Lücke eingesetzt. Wenn die Brücke aushärtet, ist sie zwischen den Nachbarzähnen fest verankert.
Das wichtige Prinzip: Jede Brücke lebt ihr eigenes Leben. Sie verbinden sie nicht über die gesunden Zähne dazwischen. Wenn Sie eine auswechseln oder sie herausfällt, bleibt die andere unberührt. Wenn Sie die zweite Brücke machen, passiert nichts mit der ersten.
Jetzt müssen Sie Ihre Situation aufzeichnen: wo genau Sie die Lücken haben und wie viele Zähne darin fehlen. Das bestimmt, nach welchem Szenario Sie jede Lücke machen.
Wie finde ich das passende Szenario für jede Lücke?
Für jede Lücke separat bestimmen Sie: (a) wie viele Zähne fehlen, (b) in welcher Reihe (oben/unten) und (c) welche Zahnart (Frontzähne, Eckzahn, Prämolaren, Backenzähne). Diese drei Informationen bestimmen das richtige Szenario aus der Tabelle unten.
Beispiel: Ein oberer Frontzahn und ein unterer erster Backenzahn fehlen
Lücke 1 (oberer Frontzahn, 1 Zahn) = Szenario „Oberer Frontzahn". Lücke 2 (unterer Backenzahn, 1 Zahn) = Szenario „Unterer Backenzahn mit Nachbar". Zuerst machen Sie den oberen Frontzahn (einfacher, vorne), dann den unteren Backenzahn (schwerer wegen der hinteren Position und Kaukräfte).
Detaillierte Tabelle der Szenarien nach Kombination:
Schritt-für-Schritt-Überblick
Dies ist ein Überblick. Die vollständige detaillierte Anleitung mit Timing, Tricks und allen Varianten finden Sie in der Anleitung für Ihr spezifisches Szenario.
1
Zahnreihenformel (1/0) aufschreiben und Lücken identifizieren
Schauen Sie in den Spiegel und schreiben Sie jeden Zahn in der Reihe (oben oder unten) auf. 1 = Zahn vorhanden, 0 = fehlt. Eine Gruppe Nullen = eine Lücke. Zwei Gruppen Nullen = Ihre zwei Lücken. Für jede Lücke stellen Sie fest, wie viele Zähne fehlen.
2
Szenario aus der Routing-Tabelle jeder Lücke zuordnen
Verwenden Sie die Tabelle oben: Für jede Ihrer Lücken wählen Sie die richtige Zeile nach Typ und Anzahl der fehlenden Zähne, dann schauen Sie in die richtige Spalte (Ober-/Unterkiefer). Schreiben Sie zwei Szenarien auf ein Papier — das ist Ihr Plan.
3
Entscheiden, mit welcher Lücke Sie beginnen
Beginnen Sie mit der einfacheren. Kriterien: weniger fehlende Zähne → einfacher; dicke Nachbarzähne (Molar, Prämolar) → einfacher; hintere Position → psychisch einfacher (weniger sichtbar bei Versuchen). Die einfachere gibt Ihnen Erfahrung für die schwierigere.
4
Hilfsmittel und Material für BEIDE Brücken vorbereiten
Becher mit heißem Wasser (80–85 °C), Löffel, Servietten, Schere, Spiegel. Bereiten Sie auch 4–8 g DentiFlex vor — für zwei Brücken. Das Plus-Set hat 21 g, das reicht auch für mehrere Versuche. Keramikkronen: wählen Sie solche, die Ihren Zahnformen entsprechen.
5
Erste Brücke nach ihrem Szenario machen
Öffnen Sie die detaillierte Anleitung für das Szenario der ersten Lücke (z. B. Oberer Frontzahn oder Unterer Backenzahn). Gehen Sie genau nach den Anweisungen vor. DentiFlex erweichen, Würfel formen, Kronen hinein, in die Lücke einsetzen, andrücken, herausziehen, Überstand abschneiden, 2–3 Minuten aushärten lassen.
6
Zweite Brücke machen — gleiches Prinzip, anderes Szenario
Nach der ersten Brücke beginnen Sie komplett von vorne. Neue Portion DentiFlex erweichen, nach dem zweiten Szenario arbeiten. Die zweite Brücke ist meist einfacher als die erste, weil Sie sich bereits an Material, Temperatur und Druck gewöhnt haben. Verbinden Sie nicht beide Brücken.
7
Biss-Balance überprüfen
Normal zubeißen. Beide Seiten sollten gleich drücken — keine Brücke darf höher sein. Sagen Sie A-E-I-O-U, probieren Sie eine Banane. Wenn eine Brücke schmerzt, nehmen Sie sie heraus, erwärmen Sie nur den oberen Teil und drücken ihn nach unten.
✓
Fertig — beide Lücken gelöst
Jetzt haben Sie zwei unabhängige Brücken. Kümmern Sie sich um beide in der gleichen Routine (nachts herausnehmen, morgens kontrollieren).
Was, wenn es nicht klappt?
DentiFlex lässt sich beliebig oft wieder erwärmen (80–85 °C) und umformen — nichts ist verloren. Hier die häufigsten Probleme:
Eine Brücke fällt heraus, die andere hält
Ursache: Die Kontakte der herausfallenden Brücke sind locker — meistens bei dünnen Nachbarzähnen oder an der Zahnbogen-Ecke.
Lösung: Nehmen Sie nur die heraus, die fällt. Erweichen Sie sie separat. Beim erneuten Einsetzen die Kontakte enger an die Nachbarzähne drücken.
Biss ist unausgewogen — eine Brücke höher als die andere
Ursache: Beim Einsetzen haben Sie die zweite Brücke weniger oder mehr gedrückt als die erste.
Lösung: Höhere herausnehmen. Nur den oberen Teil erwärmen (oberen Teil für 5 Sekunden ins heiße Wasser tauchen). Mit dem Finger Material nach unten drücken. Einsetzen und Höhe im Spiegel prüfen.
Beim Kauen schmerzen die Zähne zwischen den Brücken
Ursache: Beide Brücken drücken von zwei Seiten auf die gesunden Zähne dazwischen.
Lösung: Beide herausnehmen. Beim erneuten Einsetzen Kontakte nach außen von der Mundmitte drücken (nicht nach innen). Gesunde Zähne zwischen den Lücken bekommen weniger Druck.
Pflege
Nehmen Sie nachts beide Brücken heraus — eine nach der anderen, in umgekehrter Richtung wie beim Einsetzen. In eine Schale mit Wasser legen. Morgens abspülen und einsetzen. Einmal pro Woche 15 Minuten in Mundwasser (Listerine o. ä.) einlegen. NIEMALS heißes Wasser zum Reinigen verwenden — das Material würde weich und seine Form verlieren. Beim Essen vermeiden Sie sehr harte und klebrige Speisen (Nüsse, Karamell, Kaugummi). Beidseitig ausgewogenes Kauen verlängert die Lebensdauer der Brücken.
Wann Denticor nicht geeignet ist
Wenn Sie eine frische Wunde, Entzündung oder Schwellung am Zahnfleisch haben — warten Sie bis zur Heilung. Wenn einer der gesunden Zähne neben den Lücken wackelt, hat Denticor nichts zum Festhalten. Wenn Sie nur auf einer Seite der Lücke gesunde Zähne haben (die andere Seite ist das Kieferende), sehen Sie sich die Anleitung für den letzten Backenzahn an. In diesen Fällen zuerst den Zahnarzt aufsuchen.
In manchen Situationen — etwa bei sehr lockeren Nachbarzähnen, schwierigem Biss oder wenn die empfohlene Methode nicht hält — lohnt sich eine alternative Vorgehensweise. Wir haben eine zweite, bewährte Methode speziell für diese Fälle vorbereitet.
Denticor ist eine ästhetische, provisorische Lösung. Ersetzt nicht die zahnärztliche Versorgung.
Bei akuten Zahnbeschwerden, Entzündungen oder lockeren Zähnen ist Denticor nicht geeignet — bitte suchen Sie einen Zahnarzt auf.
Individuelle Ergebnisse können variieren.
Für eine dauerhafte zahnärztliche Versorgung kann die Härtefallregelung in Frage kommen — informieren Sie sich bei Ihrer Krankenkasse (Festzuschuss / Bonusheft).
Unsicher, welches Szenario zu Ihnen passt?
Die AI-Fotodiagnose findet all Ihre Lücken in 2 Minuten, ordnet Szenarien zu und erstellt eine maßgeschneiderte Anleitung.
Verwenden Sie Denticor nicht bei: frischen Wunden nach Extraktion, Zahnfleischentzündung, lockeren Zähnen, endständigen Lücken (ohne Nachbarzahn auf einer Seite).